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Schwarz auf Weiß

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01.03.2022KJC: Wie wünschen sich junge Arbeitsuchende ihr digitales Jobcenter?

Ergebnis_Befragung_SGB_II.pdf
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Wie ticken junge Menschen? Vor allem wie kommunizieren sie und welchen Kanälen geben sie dabei den Vorzug? Spannende Fragen für die Kommunalen Jobcenter in Hessen. Diese wollten spezifisch ergründen, wie es um das Mediennutzungsverhalten von unter-25-Jährigen bestellt ist, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen. Dazu fand erstmals eine hessenweite Befragung dieser Zielgruppe statt, an der knapp 300 Jugendliche teilnahmen. Zwar existieren vergleichbare Erhebungen, allerdings nicht explizit mit Bezug zu diesem Personenkreis. Solche sensiblen Sozialdaten lassen sich empirisch in der Regel nicht zuverlässig erfassen. Den Hessischen Kommunalen Jobcentern war das allerdings durch ihre Innovationslabore möglich, die durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gefördert werden (https://innolab-hessenkjc.de). Insofern liefert die vorliegende empirische Analyse erstmals wertvolle Einblicke, die es den Jobcenter-Verantwortlichen erlaubt, Angebote noch stärker an den tatsächlichen Präferenzen junger Klient*innen auszurichten. Vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich ein Großteil der Weiterbildungen und Qualifizierungen ebenso in den virtuellen Raum verlagert, wie Beratungsgespräche und Coachings. Prinzipiell unterstellt man dieser Altersgruppe eine generationsbedingte hohe Medienkompetenz und online-Affinität. Wie jedoch die Erfahrungen der einzelnen Kommunalen Jobcenter und die einschlägige Befragung aufzeigen, gilt es hier sehr zu differenzieren. Versierte Handhabung von populären Social-Media-Plattformen bedeutet noch lange nicht, dass jemand imstande ist, ein Bewerbungsgespräch per Webkonferenz zu absolvieren oder auch nur Lebenslauf und Zeugnisse in einer PDF-Datei zusammen zu führen.

Was die Macher besonders interessiert: Wie möchten junge Leistungsbeziehende gerne mit ihrem Jobcenter kommunizieren und welche Erwartungshaltung hegen sie an dessen digitale Präsenz? So legen beispielsweise immer noch 60 Prozent der Befragten Wert auf den persönlichen Kontakt, der damit auf dem dritten Rang, hinter E-Mail und Telefon liegt. Ein Fünftel gibt an, annähernd permanent online zu sein, weitere 24 Prozent benennt noch bis zu 8 Stunden online-Zeit. Das zeigt deutlich – bei dieser Generation führt kein Weg an den passenden digitalen Angeboten vorbei. Der mit weitem Abstand dominierende Messenger-Dienst ist mit knapp 95 Prozent WhatsApp. Fast die Hälfte der Teilnehmenden wünscht sich, Informationen ihres SGB-II-Trägers über Instagram zu erhalten, auf Platz zwei folgt dann erst mit 33 Prozent die jeweilige Homepage. Besonders interessiert sind die Jugendlichen an den Themen Geld, Wohnen, Ausbildungs- sowie Jobsuche.

Wer seine Zielgruppe nicht kennt, navigiert im Blindflug. Und wer sie nicht fragt, erfährt nicht wie sie denkt. Insofern zeigen sich die Kommunalen Jobcenter in Hessen hochzufrieden mit den Ergebnissen der vorliegenden Befragung. Mit diesen frischen Erkenntnissen gilt es, Chancen für diejenigen zu gestalten, die schon aufgrund ihrer Jugend die Zukunft prägen werden. Leitbild ist dabei stets das Credo aller Kommunalen Jobcenter in Deutschland: #Stark.Sozial.VorOrt.

 

Eine ausführliche Aufbereitung des Abfrageergebnisses steht Interessierten am Anfang des Artikels zum Download zur Verfügung.


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