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Schwarz auf Weiß

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19.02.2018Kreis Groß-Gerau: Kommunales Jobcenter präsentiert Projekt-Ergebnisse

Erfreuliche Zwischenbilanz

Sie tauschten sich beim Partnerforum aus (von links): Catrin Metzger, VHS Rüsselsheim Kultur 123; Sabine Reimund, Kommunales Jobcenter Kreis Groß-Gerau; Yvonne Dreher, Silvia Parra Belmonte, Kreisvolkshochschule; Margit Kühner, Kreisverwaltung, Fachbereich Wirtschaft und Energie; Stephan Ludwig, Stadt Kelsterbach; Sylvia Weber, AVM; Monika Käseberg, Kreisverwaltung, Fachbereich Bildung und Schule; Martina Friedmann, AVM; Anne-Kathrin Leonhardt, KJC Kreis Groß-Gerau; Jens Grode, Stadt Raunheim; Michaela Franken und Elke Rothenheber, KJC  Kreis Groß-Gerau.     Foto: Kommunales Jobcenter Kreis Groß-Gerau

Verborgene Talente zu heben und damit versteckte Potenziale für den Arbeitsmarkt auszuschöpfen, war der Leitgedanke des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, als es 2015 mit der Initiative „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“ die Jobcenter dazu aufrief, kreative Konzepte zur Förderung erwerbsfähiger Menschen einzureichen, die innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens 21 Monate Leistungen nach dem SGB II erhielten.

Das Kommunale Jobcenter (KJC) Kreis Groß-Gerau ergriff die Chance gern, denn an die Stärken und Fähigkeiten jedes/jeder Einzelnen anzuknüpfen, gilt dort als Basis einer erfolgreichen Vermittlungspraxis – und diese führt im Kreis Groß-Gerau zu stabilen, überdurchschnittlichen Integrationsquoten dieses Kundenkreises in den Ersten Arbeitsmarkt.

Zielgruppe des Projekts, das mit der finanziellen Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration seit März 2016 im Jobcenter des Kreises umgesetzt wird, sind langzeitleistungsbeziehende Kundinnen und Kunden zwischen 23 und 34 Jahren, die über einen Migrationshintergrund verfügen und ihren Wohnsitz in Rüsselsheim, Raunheim, Kelsterbach, Ginsheim-Gustavsburg oder Bischofsheim haben.

Durch ein individuelles und intensives Coaching, arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen und mögliche Anschlussförderungen konnten bislang 44 Langzeitleistungsbezieherinnen und -bezieher erfolgreich in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden, weitere 14 Personen in einen Minijob.

Besonders gute Effekte erzielt das Projekt im Hinblick auf Alleinerziehende: Neun Teilnehmerinnen gehen dank der gezielten Unterstützung und Förderung nun einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. „Eine Zwischenbilanz, die sich sehen lassen kann und auf die wir stolz sind“, sagte Elke Rothenheber – Jobcenter-Bereichsleiterin für den Bereich „Arbeitsmarkt und Integration“ – während eines Partnerforums, zu dem das KJC Vertreter der Gemeinden und kreiszugehörigen Städte, die Fachbereiche „Energie und Wirtschaft“ sowie „Bildung und Schule“ des Kreises und mit der Thematik befasste Bildungsträger eingeladen hatte.

Ziel des Austauschs war es, die bisherigen Ergebnisse zu reflektieren und das Expertenwissen aller Anwesenden zu nutzen, um das letzte Projektjahr noch einmal mit frischen Ideen zu befeuern. Über eines waren sich die Teilnehmenden einig: Das Erfolgsrezept für das gute bisherige Resultat des Projekts ist die intensive Betreuung der Kundinnen und Kunden: Mit einem Betreuungsschlüssel von 1:80 (ein Integrationscoach betreut 80 Personen) ist der Rahmen für eine vertrauensvolle Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegeben, der Hürden auf dem Weg in das Erwerbsleben gemeinsam überwinden lässt.

Eine Auswertung der Gesamtbilanz nach Ablauf des Projekts wird zeigen, welche weiteren Handlungsansätze sich daraus ableiten lassen.


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