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Schwarz auf Weiß

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18.04.2016Main-Kinzig-Kreis: Jobcenter sucht gezielt Stellen für Flüchtlinge

Lächelnd zum Erfolg

Erika Kollmann vom KCA-Jobcenter im Briefverteilzentrum Frankfurt am Main (Bild Deutsche Post)

Jobcenter-Expertin wirbt Stellen für Flüchtlinge

Das strahlende Lächeln verliert Erika Kollmann auch nicht in der größten Hektik. Und die ist für die Mitarbeiterin des Jobcenters des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) derzeit eher Regel als Ausnahme. Ohne Unterlass schrillt eines ihrer Telefone. Erreichbar ist die quirlige Arbeitsmarktexpertin ohnehin am besten mobil, denn mobil ist sie selbst. Kein Tag, an dem sie nicht kreuz und quer durch den Main-Kinzig-Kreis fährt. Ihr Hauptaugenmerk liegt aktuell darauf, Jobchancen für Flüchtlinge, genauer für Asylberechtigte, die Arbeitslosengeld II beziehen, zu schaffen. Dafür spricht sie mit Unternehmern, baut Vorurteile ab, schafft Vertrauen, räumt Hindernisse aus dem Weg und macht oft genug das Unmögliche möglich. Kollmann, deren offizieller Titel Koordinatorin für Arbeitsmarkt- und Integrationsprojekte lautet, bringt die Herausforderung auf den Punkt: „Viele Arbeitssuchende mit Fluchthintergrund sind noch sehr weit von den Gepflogenheiten des deutschen Arbeitsmarktes entfernt. Das funktioniert nur, wenn wir sie so eng wie möglich begleiten und betreuen.“ Gleichzeitig suche, informiere und umwerbe sie mit ihrem Team aufgeschlossene Arbeitgeber, so Kollmann: „Die Bereitschaft von Unternehmen, Flüchtlingen eine Chance zu geben, wächst zum Glück kontinuierlich.“ Ein prominentes Beispiel ist die Deutsche Post DHL Group. In den Briefzentren Frankfurt und Offenbach konnte Kollmann jetzt acht Asylberechtigte einsteuern. Zunächst im Rahmen eines mehrwöchigen Praktikums aber mit der Perspektive auf eine dauerhafte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung. So sehr sich die KCA-Frau über dieses Engagement freut, so sehr warnt sie aber auch vor falschen Erwartungen: „Ich muss den Arbeitgebern vorher eine realistisches Bild davon zeichnen, was sie anfangs von einem Flüchtling erwarten können und bei welchen Punkten es Geduld und Zeit braucht.“ Das KCA-Jobcenter biete hierfür eine breite Palette an Unterstützungs- und Förder-Instrumenten, um die Einstellung zu erleichtern. „Das gilt übrigens grundsätzlich – egal ob der Arbeitssuchende Fluchthintergrund hat oder nicht“, sagt Kollmann – natürlich mit einem Lächeln.

Interessierte Arbeitgeber erreichen sie unter erika.kollmann@kca-mkk.de | 06051-9741-41910 | 0171-9791897.


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