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Schwarz auf Weiß

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09.04.2014Hochtaunuskreis: Erfolgreicher Start ins Arbeitsleben von behinderten Menschen

Viele Wege, viele Chancen

Foto (v.l.n.r.): Bärbel Beinze (Stellv. Fachbereichsleiterin/Rehaberaterin), Carlos Vidal-Wagner und Kreisbeigeordnete Katrin Hechler

Der Hochtaunuskreis geht als Arbeitgeber mit sehr gutem Beispiel voran und ermöglicht für Menschen mit Behinderungen eine berufliche Perspektive. „Menschen mit Behinderungen leisten schon heute einen wichtigen Beitrag in unseren Betrieben im Hochtaunuskreis. Dem Job-Center ist es gelungen ein gutes Netzwerk in der Region aufzubauen und ein verlässlicher Partner für Menschen mit Behinderungen zu sein“, bemerkt Sozialdezernentin und Kreisbeigeordnete Katrin Hechler und berichtet über eine Vermittlung aus jüngerer Zeit.

Im vergangenen Frühjahr setzte sich die Leitstelle für Rehabilitation für einen Klienten Namens Carlos Vidal-Wagner ein und stellte seine aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen dem Personalservice des Hochtaunuskreises zur Verfügung. Da Carlos Vidal-Wagner Rollstuhlfahrer ist, gehört er zu den besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen. Aufgrund der guten Qualifikation (Architekt und Bauingenieur) und Dank des Integrationsfachdienstes, Verein Perspektiven e. V. (Netzwerkpartner der Leitstelle Rehabilitation) konnte ein mehrwöchiges Praktikum positiv absolviert werden. Im anschließenden Vorstellungsgespräch konnten alle Entscheidungsträger überzeugt werden, sodass ab August 2013 ein Arbeitsvertrag als Sachbearbeiter in der Baubehörde des Hochtaunuskreises geschlossen wurde. In guter Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Bad Homburg und deren Reha-Beraterinnen und Beratern konnte der Arbeitsplatz behindertengerecht ausgestattet werden. Katrin Hechler sieht die Einstellung von Carlos Vidal-Wagner als gutes Beispiel für die intensiven Bemühungen der Leitstelle Rehabilitation.

Um eine umfassende Betreuung und Vermittlung sicherzustellen, verfügen die Mitarbeiterinnen über spezielle Fachkompetenzen, die es ermöglichen, die verschiedenen Netzwerkpartner für jeden Einzelfall individuell und passend auszuwählen. Die gut ausgebauten behindertengerechten Förderstrukturen der Leitstelle Rehabilitation haben dazu geführt, dass allein im Jahr 2013 insgesamt 163 behinderte bzw. schwerbehinderte Klienten in das Arbeits- und Berufsleben integriert werden konnten. Somit waren rund 20 Prozent aller vermittelten Personen Menschen mit einer Behinderung.

Bereits im Juli 2005 wurde die Leitstelle Rehabilitation im Geschäftsbereich Arbeit im Kommunalen Job-Center eingerichtet. Ziel der Leitstelle Rehabilitation ist es, die Integration von Menschen mit Behinderungen und Rehabilitanden im Hochtaunuskreis zu forcieren und Wege für die Betroffenen zu vereinfachen und zu optimieren. Durch die Entwicklung von verschiedenen Hilfekonzepten und Förderprogrammen, die individuell auf die Kompetenzen der Klienten abgestimmt sind, wird eine nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt gefördert. „Wichtig dabei ist auch ein abgestimmtes und gut funktionierendes Netzwerk“, erklärt Katrin Hechler.

„Unsere Leitstelle für Rehabilitation verfolgt das Ziel, den Menschen mit Behinderungen ein gleichberechtigtes und eigenständiges Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Bei der Überwindung von Defiziten zu helfen und die Stärken jedes Einzelnen zu fördern, ist der Weg zum Erfolg“, sagt Katrin Hechler.



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