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Schwarz auf Weiß

Schwarz auf Weiß

29.10.2014Hochschule Fulda: 4. Jahrgang BASS am 10. Oktober 2014 gestartet

Grußwort von Herrn Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)

Der nunmehr zum vierten Mal startende Studiengang B.A. Soziale Sicherung, Inklusion und Verwaltung (BASS) des Fachbereichs Sozialwesen war der erste Studiengang bundesweit, in dem dual und berufsbegleitend Studierende zusammen onlinebasiert einen Studienabschluss im Bereich der Sozialen Sicherung und Verwaltung erwerben können. Der erste Jahrgang macht nun seinen Abschluss und wir können sagen, dass dieser in enger Kooperation mit dem Landkreis Fulda und den hessischen Kommunalen Jobcentern entwickelte Studiengang sich sehr bewährt hat. Der Hochschule Fulda ist es mit diesem Studiengang ein weiteres Mal gelungen, die Studienbedingungen den jeweiligen Lebensformen im Sinne eines lebenslangen Lernens anzupassen.

Durch die didaktische Mischung aus online- und Präsenz-Lehre wird sichergestellt, dass die Studierenden während des gesamten Studiums durchgängig an ihrem Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz verbleiben. Durch diese Kontinuität - im Gegensatz zum bekannten Blockmodell - wird der Lernerfolg einerseits gesichert, andererseits stehen die im Studium erworbenen Kompetenzen unmittelbar in der Praxis zur Verfügung.

Der Studiengang ist für Berufsanfänger dual wie auch für Praktiker berufsbegleitend studierbar. Die dual Studierenden erhalten dabei Ausbildungsverträge bei den hessischen Kommunalen Jobcentern und werden von diesen entsandt; die berufsbegleitend Studierenden sind bundesweit tätige Praktiker aus zum Beispiel aus der Sozialverwaltung.

Die Idee des Studiengangs zielt insbesondere auf die ganzheitliche Beratung und Förderung in der sozialen Verwaltung – besonders im Feld der kommunalen Arbeitsförderung – ab. Mit diesem Ansatz soll speziell die professionelle Beratungs- und Vermittlungsarbeit im Kontext regionaler und überregionaler Arbeitsmarktperspektiven gestärkt und damit Exklusion vermieden, aber auch gesundheitliche Beeinträchtigungen physischer und psychischer Natur verhindert werden. Das moderne Berufsbild der Fallmanager/innen geht hierbei über die reine Jobvermittlung weit hinaus und bedarf eines interdisziplinär angelegten Studiums.

Der Studiengang BASS wird daher von den Fachbereichen Sozialwesen, Pflege und Gesundheit, Sozial- und Kulturwissen­schaften sowie Wirtschaft der Hochschule Fulda verantwortet. Um die Bedürfnisse der Praxis zu integrieren, wurden die Studieninhalte in enger Rückkopplung mit den kommunalen Trägern der Grundsicherung für Arbeitssuchende entwickelt.


Hintergrund:

Der Bedarf an dualer wie berufsbegleitender Studienmöglichkeiten ist im Bereich der Sozia­len Verwaltung groß, da hier gesetzliche Grundlagen insbesondere im Feld der Arbeitsver­waltung / Grundsicherung mit Einführung des SGB II neu geschaffen wurden und ständig ge­setzgeberischen Veränderungen wie der Rechtsfortbildung unterliegen. Besonders die Vielfalt und Komplexität der Anliegen, die professionelle Beratungskompetenz, vertiefte Sozialrechts- und Verwaltungskenntnisse sowie arbeitsmarktliches Wissen gleichermaßen fordern, bedingen die interdisziplinäre Ausrichtung des Studienangebots. Hierbei werden die Verbindungen zwischen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der praktischen Umsetzung im beruflichen Umfeld u. a. durch Praxisprojekte oder regelmäßige Reflektion beruflicher Erfahrungen intensiviert.

Studienschwerpunkte sind u.a.:

·Professionelle Gesprächsführung, Beratung und Coaching im Bereich sozialer Sicherung, in arbeitsmarktbezogenen Fragestellungen sowie im Kontext kommunalen Verwaltungshandelns

·Case-Management zum Umgang mit sozialen und familiären Notlagen und Exklusionsprozessen

·Sozial- und Verwaltungsrecht (mit Vertiefungen im SGB II, III, VIII und XII) sowie Beratung und Vermittlung arbeitsloser Menschen 

·Arbeitsmarkttheoretische Perspektiven / Strategiebereiche regionaler, nationaler und internationaler Sozial- und Arbeitsmarktpolitik

·Organisation, Personal- und Managementkonzepte in sozialen Institutionen sowie in der öffentlichen Verwaltung

·Betriebswirtschaftslehre sowie Projektmanagement mit Praxisprojekten

·Netzwerkarbeit, Public Governance und sozialräumliche Perspektiven

·Öffentliche und betriebliche Gesundheitsförderung im Kontext von Arbeit und Arbeitslosigkeit 


An wen richtet sich der Studiengang BASS insbesondere?


BASS als duales Studium

Ca. 50 % der Studierenden sind im Rahmen des dualen Studiums in einem Kommunalen Jobcenter im Bereich der sozialen Verwaltung tätig und haben einen Ausbildungsvertrag

abgeschlossen.


BASS als berufsbegleitendes Studium

Das berufsbegleitende Studium ist besonders für Berufstätige geeignet, die

·bei einem Träger der Grundsicherung (Jobcenter) bzw. der Arbeitsförderung arbeiten oder eine solche Beschäftigung anstreben,

·im sozialen bzw. kommunalen Verwaltungsbereich tätig sind oder

·bei Institutionen beschäftigt sind, die sich mit ausbildungs- bzw. arbeitsmarktbezogenen Themen beschäftigen (z.B. Bildungsträger)

·und eine höhere Qualifikation und / oder eine neuen Arbeitsbereich im Feld der sozialen Verwaltung bzw. bei anderen sozialen oder ausbildungs-/ arbeitsmarktbezogenen Organisationen anstreben.


02.11.2021
Main-Kinzig-Kreis: Monatsmeldung Oktober 2021 – unbefristete Arbeitsverträge für Busfahrer

(v.l.) Erika Kollmann, Koordinatorin Arbeitsmarktprojekte KCA, Thomas Schulte, Geschäftsführer HSB, sowie acht der neun Fahrer, die einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten haben.

01.10.2021
Main-Kinzig-Kreis: Monatsmeldung September 2021 – Dual studieren bei den Kommunalen Jobcentern in Hessen

Bei Benjamin Häfner laufen viele Fäden zusammen. Der BASS-Absolvent hat es bis zum persönlichen Referenten der KCA-Vorstandsvorsitzenden Beate Langhammer gebracht.

03.09.2021
Main-Kinzig-Kreis: Monatsmeldung August 2021 – Partnerschaft für den lokalen Arbeitsmarkt

(v.l.) Jürgen Schäfer, KCA-Arbeitsvermittlung, Ingrid Teinzer, Bereichsleiterin KCA-Region Schlüchtern, Jürgen Weck, Geschäftsführer ATEC sowie Lars Wirker, Personaldisponent ATEC

25.08.2021
Odenwaldkreis: Kommunales Job-Center Odenwaldkreis beteiligt sich an digitaler Aktionswoche

Julia Grünewald, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Kommunalen Job-Centers Odenwaldkreis, beantwortete in einer digitalen Veranstaltung Fragen zu ihrem Tätigkeitsbereich. Foto: Jana Brendel, Kreisverwaltung

19.08.2021
Kreis Groß-Gerau: Kommunales Jobcenter bildet eigenen Nachwuchs aus

Bildunterschrift: Das Banner vor dem Servicebüro Groß-Gerau ist eine der Werbemaßnahmen für die dualen Studiengänge des Kommunalen Jobcenters Kreis Groß-Gerau (v.l.n.r.: Fabian Anhalt (Öffentlichkeitsarbeit), Nils Pfeffer und Beatrice Klier (beide Ausbildungskoordination und Ansprechpartner für Interessenten und Studierende).


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