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Schwarz auf Weiß

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16.09.2009Odenwaldkreis weitet Aktionsradius für ältere Arbeitslose aus

Teilnahme am Bundesprogramm Perspektive 50plus - Beschäftigungspakt mit weiteren Optionskommunen

Als im März 2009 die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen im Odenwaldkreis auf 853 anstieg, äußerten Landrat Horst Schnur und Kreisbeigeordneter Michael Vetter als Beauftragter für Arbeit und Soziale Sicherung ihre Besorgnis über diese Entwicklung. Sie waren der Auffassung, dass die lebenserfahrenen Älteren mit ihrem umfangreichen Fachwissen auch in Zeiten schwacher Konjunktur unverzichtbar sind. Gemeinsam mit den Verantwortlichen im Kommunalen Job-Center sollte ein besonderes Augenmerk auf diese Zielgruppe gerichtet werden.

Inzwischen ließ der Kreis den Worten seiner politischen Vertreter mit dem Beitritt zum Bundesprogramm "Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen" Taten folgen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zielt damit auf die Verbesserung der Beschäftigungschancen für ältere Langzeitarbeitslose. Dabei sollen aktiv die regional vorhandenen Kompetenzen, Ideen, Strukturen und Ressourcen verstärkt abgerufen und genutzt werden. 245.000 Euro stellt der Bund in diesem Jahr, fast eine halbe Million im Jahr 2010 an Fördermitteln zur Verfügung. Damit kann zusätzliches Personal der Aufgabe nachgehen, sich vollständig auf die Vermittlung von älteren Arbeitslosen zu konzentrieren. Firmen im Odenwald sollen darüber hinaus durch eine intensivere Ansprache für die Belange der Zielgruppe sowie deren Stärken und Chancen sensibilisiert und über Möglichkeiten der Unterstützung durch das Kommunale Job-Center informiert werden.

Bei der Umsetzung des Bundesprogramms ist der Odenwaldkreis gemeinsam mit vier weiteren der so genannten Optionskreise in Hessen in einen Beschäftigungspakt eingebunden: Fulda, Vogelsbergkreis, Hersfeld-Rotenburg und Main-Taunus-Kreis sind die Partner. Die verbindenden Elemente dieses "Quintetts" bestehen darin, dass sie in ländlichen (Tourismus-) Regionen mit einer kleingliedrigen Gewerbestruktur agieren und dass sie ähnliche Arbeitsmarktsituationen vor Ort haben.

Die Arbeitgeber im Odenwald werden die wichtigsten Partner sein, um das Programm erfolgreich zu gestalten. Der Kreisausschuss des Odenwaldkreises hat sich dafür entschieden, die Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH in die Realisierung einzubeziehen und die in deren Geschäftsbereich Wirtschaftsservice geknüpften Kontakte zu und Kooperationen mit den Unternehmen im Kreisgebiet zu nutzen. Während die Projektleitung beim Odenwaldkreis verbleibt, wird ein gemeinsames Integrationsteam 50plus aus Mitarbeiterinnen des Kommunalen Job-Centers und neu eingestelltem Personal bei der OREG die Kunden betreuen, qualifizieren und in Arbeit vermitteln. Landrat Schnur und Kreisbeigeordneter Vetter hoffen, damit die Beschäftigungschancen der älteren Langzeitarbeitslosen ein Stück weit verbessern und zugleich die regionalen Unternehmen durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter stärken zu können.


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