Aktuelle Mitteilungen


Schwarz auf Weiß

Schwarz auf Weiß

13.03.2008„Das Rad wird wieder zurückgedreht“

omh-2008-03-13-darmstaedter-echo.pdf
[PDF-Datei | 69 kB]

Soziales – Darmstadt und die Landkreise protestieren gegen Pläne, Betreuung von Langzeitarbeitslsoen neu zu organisieren

Darmstadt. Bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen melden die südhessischen Landkreise und Darmstadt Erfolge. Unabhängig davon, ob sie als Optionskommunen die Betreuung der Menschen ohne Job selbstständig zu organisieren oder wie Darmstadt und der Kreis Groß-Gerau mit der Arbeitsagentur in Arbeitsgemeinschaften (Argen) kooperieren: 1800 Arbeitslose wurden 2007 in Darmstasdt vermittelt, 2500 in Darmstadt-Dieburg. Diese Ergebnisse sehen die Kommunen gefährdet.

Anlass sind Pläne des Bundesarbeitsministeriums, die Betreuung der Langzeitarbeitslosen umzuorganisieren und die Aufgaben in „kooperierende Jobcentern“ aufzuteilen. Dagegen macht Südhessen nun geschlossen mobil. In einem gemeinsamen Appell haben sich gestern Darmstadt und die Kreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Odenwad und Offenbach gegen das Vorhaben gewandt. Sie fordern den Einfluss der Kommunen zu erhalten und die Optionskommunen auf Dauer zuzulassen.

„Das Rad wird wieder zurückgedreht“, heißt es in der Entschließung. Nach Ansicht des Darmstadt-Dieburger Ersten Kreisbeigeordneten Klaus Peter Schellhaas (SPD) und der anderen Sozialdezernenten ist nur die uneingeschränkte Einbindung der Kreise und Städte Garant für die Nähe zu den Bürgern und damit für die Vermittlungserfolge. Vor Ort sei der lokale Arbeitsmarkt bekannt, gebe es Kontakte zu Firman und Trägern von Qualfizierungsangeboten. Der Plan des Ministeriums zerschlage indes die seit 2005 aufgebaute Struktur. Denn der sieht vor, dass sich nur die Bundesagentur für Arbeit um die Stellenvermittlung kümmern soll. Die Kommunen wären nur noch für die Kosten der Unterbringung und der Qualifizierungsmaßnahmen zuständig. Das Ministerium reagiert damit auf ein Urteil des Bundeverfassungsgerichts, das im Dezember die Argen als verfassungswidrig bezeichnet und bis Ende 2010 eine Reform gefordert hat.

Landrat Siehr spricht von „Scheinlösung“

Davon wären zwar zunächst nur die Argen wie in Darmstadt und Groß-Gerau betroffen. Doch auch die Optionskommunen befürchten, dass sie nach 2010 die neue Struktur übergestülpt bekommen. Denn dann laufen die befristeten Optionsmodelle aus.

„Wenn die Kommunen rausgehalten werden, wäre das sträflich“, erklärt Darmstadts Sozialdezernent Jochen Partsch (Grüne). Die lokalen Kenntnisse gingen verloren, wenn die Träger von Qualifizierungsmaßnahmen und die Vermittlung von der Arbeitsagentur zentral vorgegeben werden.

Groß-Geraus Landrat Enno Siehr (SPD) spricht deshalb von den geplanten Jobcentern als „Scheinlösung“. Ohnehin würde er es lieber sehen, wenn sein Landkreis auch Optionskommune sein könnte. Er fordert deshalb in dieser Sache Wahlfreiheit. Bislang ist die Zahl der Optionskommunen auf 69 festgeschrieben.

Der Bergsträßer Erste Kreisbeigeordnete Thomas Metz (CDU) plädiert für den Erhalt des Optionsmodells, weil Langzeitarbeitslose einer anderen Betreuung bedürfen als die übliche Klientel der Arbeitsagentur. Schuldner-, Erziehungs- und Suchtberatung müssten gewährleistet sein. „Es ist besser, wenn das wie bisher in einer Hand bleibt und nicht getrennt wird“, forderte er. Die Kreisbeigeordneten aus dem Odenwald und dem Kreis Offenbach, Michael Vetter (SPD) und Carsten Müller (SPD), plädieren dafür, dass der Einfluss der Kommunen via Optionsmodell erhalten bleibt.
In Berlin wollen Vertreter aller Optionskommunen heute und morgen ihre Haltung abstimmen, um Druck auf die Bundesregierung zu machen. Für Ende März wird eine Stellungnahme des Landkreistages erwartet.


02.11.2021
Main-Kinzig-Kreis: Monatsmeldung Oktober 2021 – unbefristete Arbeitsverträge für Busfahrer

(v.l.) Erika Kollmann, Koordinatorin Arbeitsmarktprojekte KCA, Thomas Schulte, Geschäftsführer HSB, sowie acht der neun Fahrer, die einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten haben.

01.10.2021
Main-Kinzig-Kreis: Monatsmeldung September 2021 – Dual studieren bei den Kommunalen Jobcentern in Hessen

Bei Benjamin Häfner laufen viele Fäden zusammen. Der BASS-Absolvent hat es bis zum persönlichen Referenten der KCA-Vorstandsvorsitzenden Beate Langhammer gebracht.

03.09.2021
Main-Kinzig-Kreis: Monatsmeldung August 2021 – Partnerschaft für den lokalen Arbeitsmarkt

(v.l.) Jürgen Schäfer, KCA-Arbeitsvermittlung, Ingrid Teinzer, Bereichsleiterin KCA-Region Schlüchtern, Jürgen Weck, Geschäftsführer ATEC sowie Lars Wirker, Personaldisponent ATEC

25.08.2021
Odenwaldkreis: Kommunales Job-Center Odenwaldkreis beteiligt sich an digitaler Aktionswoche

Julia Grünewald, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Kommunalen Job-Centers Odenwaldkreis, beantwortete in einer digitalen Veranstaltung Fragen zu ihrem Tätigkeitsbereich. Foto: Jana Brendel, Kreisverwaltung

19.08.2021
Kreis Groß-Gerau: Kommunales Jobcenter bildet eigenen Nachwuchs aus

Bildunterschrift: Das Banner vor dem Servicebüro Groß-Gerau ist eine der Werbemaßnahmen für die dualen Studiengänge des Kommunalen Jobcenters Kreis Groß-Gerau (v.l.n.r.: Fabian Anhalt (Öffentlichkeitsarbeit), Nils Pfeffer und Beatrice Klier (beide Ausbildungskoordination und Ansprechpartner für Interessenten und Studierende).


powered by webEdition CMS